Technische Fragen
1. In welcher Beziehung stehen horizontale Abtastfrequenz (Zeilenfrequenz), vertikale Abtastfrequenz (Bildwiederholfrequenz) und Videobandbreite?
2. Welche ViewSonic®-Monitore können zwischen 110 und 220 V umgeschaltet werden?
3. Warum wird bei SonicTron®-Monitoren ein Streifenmaskenabstand, bei anderen Geräten ein Lochmaskenabstand (auch Punktrasterabstand) angegeben?
4. Was ist eine Invar-Lochmaske?
5. Warum erscheinen horizontale Linien im Bild meines SonicTron-Monitors?
6. Wie stelle ich Auflösung und Bildwiederholfrequenz meines Monitors ein, wovon hängt es ab, wie viele Farben sich darstellen lassen?
7. Was bedeuten Multifrequenz, Auto-Scan und GTF?
8. Sind ViewSonic-Monitore mit Sun®-Workstations kompatibel? Welcher Konverter wird gebraucht?
9. Worin besteht der Unterschied zwischen Interlaced- und Non-Interlaced-Modus?
10. Was ist ein SuperContrast™-Bildschirm?
11. Wo kann ich eine aktualisierte monitor.inf-Datei für Windows® 95 und 98 auf den ViewSonic-Internetseiten finden?
12. Was steckt hinter der SuperClear™-Technologie?
1. In welcher Beziehung stehen horizontale Abtastfrequenz (Zeilenfrequenz), vertikale Abtastfrequenz (Bildwiederholfrequenz) und Videobandbreite?
Die maximalen horizontalen und vertikalen Abtastfrequenzen werden durch die Monitorelektronik und den Bildschirmtyp eingeschränkt. Bei identischer Bildwiederholfrequenz sind bei höheren Auflösungen auch höhere horizontale Abtastfrequenzen erforderlich. Beispielsweise ist bei 640 x 480 Pixeln bei 75 Hz Bildwiederholfrequenz eine horizontale Abtastfrequenz von 37,5 kHz, bei 1600 x 1200 Pixeln bei 75 Hz Bildwiederholfrequenz jedoch eine horizontale Abtastfrequenz von 93,8 kHz erforderlich. Die Videobandbreite muss proportional zunehmen, damit jeder horizontale Bildpunkt klar und deutlich angezeigt werden kann. Falls die Grafikkarte auf eine zu hohe Auflösung eingestellt wird, kann es vorkommen, dass die maximale horizontale Abtastfrequenz des Monitors überschritten wird – in diesem Fall wird entweder gar kein Bild, ein Bild mit horizontalen Bildstörungen oder die Meldung „Signalüberschreitung“ angezeigt.
2. Welche ViewSonic®-Monitore können zwischen 110 und 220 V umgeschaltet werden?
Sämtliche aktuellen ViewSonic-Modelle sind mit einem Universalnetzteil (automatische Erkennung) ausgestattet und arbeiten mit Eingangsspannungen von 88 – 108 und 180 – 264 V.
3. Warum wird bei SonicTron®-Monitoren ein Streifenmaskenabstand, bei anderen Geräten ein Lochmaskenabstand (auch Punktrasterabstand) angegeben?
Dies hängt vom Typ der Röhre ab, die beim jeweiligen Monitor eingesetzt wird. Sämtliche Röhrenmonitore nutzen die Emissionen von roten, grünen und blauen Phosphorbeschichtungen zur Bilddarstellung. Dabei sind die meisten heutigen Röhrenmonitore mit einer Lochmaske ausgestattet, die für eine einwandfreie Farbwiedergabe sorgt. Auf die Innenseite der Bildröhre werden rote, grüne und blaue Phosphorpunkte aufgetragen. Das Punktmuster wird dabei so gestaltet, dass jeweils drei aneinander grenzende Punkte derselben Farbe ein gleichseitiges Dreieck bilden. Das Punktraster entspricht der Länge einer Dreiecksseite – dies entspricht aufgrund der Anordnung dem vertikalen Abstand zwischen zwei Punkten derselben Farbe. Dieser beträgt gewöhnlich 0,24 – 0,28 mm.
Die Lochmaske ist eine perforierte Metallplatte, die in der Nähe der Bildfläche zwischen den roten, grünen und blauen Elektronenkanonen und der Phosphorschicht eingesetzt wird. Die winzigen Löcher in der Platte liegen mit den Phosphorpunkten exakt in der Flucht – so kann jede Elektronenkanone nur Punkte ihrer eigenen Farbe zum Leuchten bringen; rot, grün oder blau. Unterschiedliche Farbschattierungen werden durch unterschiedliche Intensität der Elektronenemission der einzelnen Elektronenkanonen erzielt, während die Strahlen das Bild horizontal und vertikal aufbauen.
Bei ViewSonics Sonictron-Röhrenmonitoren wird die Lochmaske durch eine feine Matrix aus vertikal verlaufenden Drähten ersetzt, einer so genannten Streifenmaske. Dabei werden die roten, grünen und blauen Phosphorpunkte abwechselnd in vertikalen Streifen angeordnet. Der Streifenmaskenabstand ist der Abstand zwischen angrenzenden Streifen derselben Farbe.
4. Was ist eine Invar-Lochmaske?
Invar ist eine spezielle, hitzebeständige Legierung. Je heller das Bild, desto größer die Wärmeentwicklung an der Maske. Wird die Maske zu heiß, verformt sie sich – die Farbreinheit nimmt ab. Bei unseren Monitoren der Graphics-Serie setzen wir eine Invar-Lochmaske ein, die eine bis zu 20 % hellere Darstellung als mit herkömmlichen Röhrenmonitoren ermöglicht. Unsere Monitore der Professional-Serie arbeiten mit einer verbesserten Invar-Lochmaske (AIM), die einen Helligkeitsgewinn von bis zu 40 % im Vergleich zu herkömmlichen Röhrenmonitoren bietet.
5. Warum erscheinen horizontale Linien im Bild meines SonicTron-Monitors?
Dies ist eine typische Eigenschaft von Röhrenmonitoren dieser Konstruktion. Damit die Streifenmaske stets perfekt in der Flucht bleibt, werden Dämpfungsdrähte eingesetzt – diese werfen einen leichten Schatten. Bei den meisten Anwendungen verschmelzen diese Linien mit dem Hintergrund, bei überwiegend hellen Bildern kann man sie jedoch zuweilen entdecken, wenn man genau hinschaut. Diese Linien sind dünner als ein menschliches Haar.
6. Wie stelle ich Auflösung und Bildwiederholfrequenz meines Monitors ein, wovon hängt es ab, wie viele Farben sich darstellen lassen?
Diese Parameter werden durch die Grafikkarte Ihres Computers festgelegt. Gewöhnlich werden Grafikkarten mit Hilfsprogrammen zur Installation von speziellen Videotreibern geliefert. Bitte beachten Sie, dass es bei jedem Monitor eine Bildwiederholfrequenz-Obergrenze gibt (siehe Frage 1), jedoch keine Einschränkung hinsichtlich der Farbanzahl, die Ihr Monitor darstellen kann.
Wenn Sie „über den Daumen“ wissen möchten, wie viel Speicher Ihre Grafikkarte nutzt, können Sie eine Faustformel verwenden, die auf der Farbtiefe (Anzahl der Farben) bei einer bestimmten Auflösung basiert:
Horizontalauflösung x Vertikalauflösung x Bytes pro Pixel = Speicherbedarf (in Bytes)
Dabei gilt: 16 Farben = 0,5 Bytes pro Pixel; 256 Farben = 1 Byte pro Pixel; 65.000 Farben = 2 Bytes pro Pixel; 16,7 Millionen Farben = 3 Bytes pro Pixel.
Ein Beispiel: 16,7 Millionen Farben („TrueColor“ genannt) bei 1024 x 768 Pixeln:
1024 x 768 x 3 = 2.359.296 Bytes (etwa 2.4 MB).
Daher benötigen Sie eine Grafikkarte mit 4 MB Video-RAM, da sich der Speicher von Grafikkarten in Schritten von 1, 2, 4 und 8 MB erhöht. Alternativ können Sie auch mit einer geringeren Farbtiefe oder Auflösung arbeiten; in diesem Fall reicht eine Grafikkarte mit 2 MB Speicher aus.
7. Was bedeuten Multifrequenz, Auto-Scan und GTF?
Multifrequenz-Monitore können sich an unterschiedliche Auflösungen und Bildwiederholfrequenzen der Grafikkarte anpassen, solange diese Signale in den zulässigen Arbeitsbereich des jeweiligen Monitors fallen. Eventuell müssen Bildgröße und Bildposition noch etwas über die Bedienelemente am Monitor angeglichen werden. Auto-Scan-Monitore ermöglichen konstante Bildgrößen bei unterschiedlichsten Anwendungen und Einsatzbedingungen. Beim Auto-Scan wird die Bilddarstellung gewöhnlich beim Start einzelner Anwendungen automatisch an vordefinierte Parameter angepasst, die durch den Videomodus der jeweiligen Anwendung definiert werden.
GTF oder „Generalised Timing Formula“ ist eine standardisierte Reihe unterschiedlicher Video-Timing-Formate. Ein GTF-Monitor liefert bei GTF-Timing stets Bilder der richtigen Größe und Position, ohne dass zusätzliche Einstellungen durch den Anwender erforderlich sind.
8. Sind ViewSonic-Monitore mit Sun®-Workstations kompatibel? Welcher Konverter wird gebraucht?
Ja, sofern Sie unseren Sun-Workstation-Adapter verwenden. Dieser Adapter setzt den 13-poligen Anschluss der Sun-Workstation auf den 15-poligen Mini-D-Sub-Anschluss des Monitors um. Diesen Adapter mit der Artikelnummer SW1152 können Sie bei ViewSonic erwerben.
9. Worin besteht der Unterschied zwischen Interlaced- und Non-Interlaced-Modus?
„Interlaced“ ist der englische (und mittlerweile etablierte) Ausdruck für das Zeilensprungverfahren, das bei herkömmlichen Fernsehgeräten eingesetzt wird. Die Elektronenkanonen „zeichnet“ zunächst sämtliche ungeraden Zeilen von oben nach unten auf den Bildschirm, springt dann wieder nach oben und zeichnet anschließend die restlichen, geraden Zeilen. Dabei kann es zu Flackern kommen, da die bereits gezeichneten Linien verblassen, bevor die restlichen Linien aufleuchten. Im Non-Interlaced-Modus wird das Bild ohne Pause (ohne Zeilensprung) Zeile für Zeile von oben nach unten aufgebaut – dadurch verringert sich das Flackern, das Bild wirkt angenehmer auf den Betrachter. Das Non-Interlaced-Verfahren ist mittlerweile zum Standard der Computergrafik geworden.
10. Was ist ein SuperContrast™-Bildschirm?
Bei einem SuperContrast-Bildschirm wird Glas mit einer geringeren Transmissionsrate eingesetzt. Die geringere Transmissionsrate sorgt dafür, dass jeder einzelne Bildpunkt schärfer dargestellt wird, Farbdarstellung und Kontrast werden deutlich verbessert.
11. Wo kann ich eine aktualisierte monitor.inf-Datei für Windows® 95 und 98 auf den ViewSonic-Internetseiten finden?
Zum Herunterladen der aktuellsten .inf-Datei klicken Sie einfach hier.
12. Was steckt hinter der SuperClear™-Technologie?
SuperClear bietet durch den Einsatz spezieller Mikrofilter bis zu 30 % mehr Helligkeit und Kontrast als herkömmliche Röhrenmonitore.
Werksvorgabe-Timingbeispiel:
(PT771
| Timing | Horiz. Freq. (kHz) | Vert. Freq. (Hz) | Polarity (H/V) |
| 1. VESA® 640 x 400 | 31.47 | 70.00 | -/+ |
| 2. Ind VGA 640 x 480 | 31.47 | 80.00 | -/- |
| 3. VESA 640 x 480 | 37.50 | 75.00 | -/- |
| 4. VESA 640 x 480 | 43.28 | 85.00 | -/- |
| 5. VESA 800 x 600 | 35.13 | 56.00 | +/+ |
| 6. VESA 800 x 600 | 46.87 | 75.00 | +/+ |
| 7. VESA 800 x 600 | 53.68 | 85.00 | +/+ |
| 8. VESA 1024 x 768 | 48.34 | 60.00 | -/- |
| 9. VESA 1024 x 768 | 60.00 | 75.00 | +/+ |
| 10. VESA 1024 x 768 | 68.68 | 85.00 | +/+ |
| 11. VESA 1280 x 1024 | 63.96 | 60.00 | +/+ |
| 12. VESA 1280 x 1024 | 79.96 | 75.00 | +/+ |
| 13. VESA 1280 x 1024 | 91.12 | 85.00 | +/+ |
| 14. VESA 1600 x 1200 | 75.00 | 60.00 | +/+ |
| 15. VESA 1600 x 1200 | 87.50 | 70.00 | +/+ |
| 16. Mac® 640 x 480* | 35.00 | 67.00 | -/- |
| 17. Mac 832 x 624* | 49.71 | 75.00 | -/- |
| 18. Mac 1024 x 768* | 60.24 | 75.00 | -/- |
| 19. Mac 1152 x 870* | 68.65 | 75.55 | -/- |
* Diese Macintosh®-Frequenzen werden Grün- oder Composite-synchronisiert.